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Zuerst müssen wir nach den Wurzeln unserer Angst forschen. Ist eine Angst begründet, weil wir uns tatsächlich in Gefahr befinden, dann können wir durch vernünftiges Handeln und entsprechende Vorsicht die Lage und somit auch die Angst entschärfen.
Viele Ängste aber, insbesondere wenn wir mit etwas Neuem oder Unbekanntem konfrontiert werden, sind unbegründet. Haben wir dies erst einmal erkannt, ist es sehr leicht, sie zu beseitigen.

Es gibt Verstandes- und Gefühlsängste

Verstandesängste basieren durchaus auf real existierenden Gefahren. Sie schützen uns also vor unbe- dachten Handlungen. Man sollte diese “natürlichen” Ängste als Begleiter und Beschützer ansehen, da sie uns zu entsprechender Vorsicht veranlassen.
Gefühlsängste kommen aus dem Unterbewusstsein und werden oft nicht, oder erst zu spät, erkannt. Der Körper des Tauchers verspannt sich bei jedem Tauchgang, man gewöhnt sich daran und betrachtet diesen angespannten Zustand als normal.

Beim EistauchenDiese verborgenen und verdrängten Ängste kann man jedoch in den Griff bekommen.
Wichtig ist, diese Ängste nicht zu verleugnen; man kann vielleicht gut den “Furchtlosen” spielen, (weil man Angst hat, von der Umgebung beurteilt
zu werden oder weil man unter Gruppenzwang steht, etc.) doch der Körper lässt sich von dieser Maskerade nicht täuschen.


Selbst wenn die Technik beim Tauchen versagen sollte (was bei gewissenhafter Pflege und Wartung der Ausrüstung sehr selten vorkommt), kann man nahezu jede Extrem-Situation meistern; vorausgesetzt, man ist gut ausgebildet und verhält sich ruhig und vernünftig.Gefährlich wird das Tauchen nur, wenn man leichtsinnig handelt und sich selbstüberschätzt, sich durch Gruppenzwang bzw. Gruppendynamik zu Tauchgängen verleiten lässt, die wider besserem Wissen durchgeführt werden - man ist ja kein “Weichei”.
 

Decopause Unterschätze niemals das Element Wasser, besonders nicht im offenen
 Meer  (z.B. bei Extremtauchgängen, Strömungstauchen, Tieftauchen,  
 Wracktauchen, etc.), vermeide die Möglichkeit eines Tiefenrauschs !! 
 Darum - 40m sind genug !!!

 
Sicherheit beim Tauchen lässt sich nur durch praktische Erfahrung,
 fundiertes theoretisches Wissen und Vertrauen in sich selbst erlangen.
 Ein Mindestmaß an theoretischem Wissen, Vertrautheit mit der eigenen Ausrüstung und der des Buddys, ist somit vor den ersten Tauchgängen ein unbedingtes Muss!

Wie soll ich beim Tauchen am besten atmen ?

  • Zunächst einmal: Ruhig bleiben. Entspannen. Nicht verkrampfen.
    (Verkrampfte Muskulatur =Auftrieb = mehr Blei = schwierigere Tarierung!)
  • Langsam, ruhig und entspannt einatmen - danach NICHT bzw. NIE die Luft anhalten! - sondern sofort wieder ausatmen (ebenfalls ruhig und langsam) - ein paar Sekunden warten - dann wieder einatmen usw.
  • Wichtig dabei ist die kleine Pause zwischen dem Aus- und Einatmen.
  • Fallsmöglich, sollte man beim Ausatmen eine längere Zeitspanne benötigen als beim Einatmen. Die Pulsfrequenz sowie der gesamte Kreislauf reduzieren sich beim Ausatmen - beim Einatmen passiert das Gegenteil.
  • Ein weiterer positiver Nebeneffekt der richtigen, entspannten Atemtechnik ist -
    Du benötigst weniger Blei
     

Wenn du dich (auch ohne ersichtlichen Grund) unwohl fühlst, dann brich den Tauchgang ab !

  • Tauchen ist kein Hochleistungssport und sollte niemals zu einem Wettkampf ausarten
  • Gruppenzwang sollte möglichst vermieden werden - der Leidtragende ist immer der Schwächste
  • Tauchen macht Spaß - nichts auf der Welt ist vergleichbar mit den Gefühlen,
    die man unter Wasser erlebt:
    Man fühlt die Freiheit - die Schwerelosigkeit - die Vielfalt und den Reichtum der Natur.
     

Man sollte niemals ...

  • leichtsinnig handeln und das Element Wasser unterschätzen.
  • bei Konsum von Medikamenten und Alkohol, bei Krankheit, Verletzung und Schlafmangel tauchen.
  • bei Unbehagen, Seekrankheit und Kältegefühl tauchen.
     

Man sollte auf jeden Fall ...

  • sich ausgiebig über den Tauchplatz informieren.
  • immer mit einem Partner tauchen (Buddy)
  • Verantwortung für sich selbst und den Buddy tragen!
  • Das Buddy-System bedeutet Sicherheit - für beide !
  • mit der Tauchausrüstung vertraut sein, auch der des Buddys
  • das Sonderbrevet Tauchsicherheit- und Rettung besucht haben
  • richtiges Tarieren üben, üben, üben ...
  • bei Notfallsituationen: 1.) Stoppen 2.) Atmen 3.)Nachdenken 4.) Handeln


     

In Anlehnung an Quelle: Atemtechnik und Angstbewältigung; www.divepage.at

 Wer hat es noch nicht selbst erlebt, ...( ja, du natürlich nicht - oder ? )...
 Aber plötzlich, bei einem eigentlich ganz normalen Tauchgang, baut sich ein unangenehmes
 Gefühl auf. Allmählich und zunächst völlig unbemerkt verändert sich die Atmung und wie aus
 dem Nichts kommt plötzlich Beklemmung auf ...